Die Configuration Management Database (CMDB) ist eine Datenbank, die Informationen über alle Configuration Items (CIs) einer IT-Landschaft speichert. CIs sind Komponenten wie Hardware, Software, Dokumente oder Services. Die CMDB dokumentiert nicht nur die Attribute der CIs, sondern vor allem ihre Beziehungen zueinander. Sie ist das Herzstück des Configuration Managements.
Die CMDB im IT-Betrieb und Servicemanagement
Die CMDB liefert das „Wissen über die Infrastruktur“. Sie ist keine statische Liste, sondern ein dynamisches Modell der IT und erfüllt folgende Aufgaben:
Infrastrukturüberblick: Die CMDB zeigt, welcher Server in welchem Rack steht, welche IP er hat und welches OS läuft. Sie unterstützt die Impact-Analyse (Was passiert, wenn Switch X ausfällt?).
Anwendungsmanagement: Die CMDB verknüpft die Anwendung (Business Application) mit den darunterliegenden Servern und Datenbanken. Sie zeigt, welche Software-Version (Release) wo installiert ist.
ITSM-Datenbasis: Sie ist die Datenbasis für Incident, Problem und Change Management. Ein Ticket wird nicht gegen „irgendwas“ eröffnet, sondern gegen ein konkretes CI aus der CMDB.
Provider-Integration: Wenn Provider Teile der IT betreiben, müssen deren CIs (oder Schnittstellen zu deren CMDB) integriert werden, um eine Gesamtsicht zu behalten.
ISMS / Asset-Inventar: Die CMDB liefert das Asset-Inventar (gefordert z. B. von ISO 27001). Sie hilft, Schwachstellen zu bewerten: „Auf welchen Servern läuft die verwundbare Java-Version?“
Notfallmanagement: Die CMDB liefert die Daten für Wiederanlaufpläne (z. B. Abhängigkeiten zwischen Systemen) und hilft bei der Priorisierung im Disaster-Fall.
Nein. Nur CIs, die gemanagt werden müssen (service-relevant, change-relevant). Zu viele Details (z. B. jede Maus/Tastatur) blähen die CMDB auf und machen sie unwartbar.